Zivilrecht

Als allgemeines Zivilrecht werden, in Abgrenzung insbesondere zum Familien-, Erb- und Arbeitsrecht, die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) bezeichnet, die für alle privatrechtlichen Rechtsgeschäfte (insbesondere Verträge) gelten. Darüber hinaus enthält das allgemeine Zivilrecht die wichtigsten Regelungen für die in der Praxis am häufigsten geschlossenen Verträge, wie z.B. den Kaufvertrag, Darlehensvertrag, Mietvertrag oder den Werkvertrag. Unter das allgemeine Zivilrecht fallen daher insbesondere die folgenden Teilrechtsgebiete:

  • Kaufrecht
  • Mietrecht
  • Werkvertragsrecht
  • Reisevertragsrecht
  • Darlehensvertragsrecht
  • Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)


Das allgemeine Zivilrecht befasst sich schwerpunktmäßig mit der Rechtsfrage, ob ein Anspruch entstanden ist (z.B. Gewährleistung, Rücktritt, Minderung, Nacherfüllung, Kündigung, Schadenersatz, Beseitigungsansprüche) z.B. durch Verletzung einer vertraglichen Pflicht (u.a. Mängel an gekauften, im Internet oder Versandhandel bestellten Sachen; Verzug bei der Abnahme einer Leistung; Verzug bei Zahlungen etc.) oder weil eine gesetzliche Pflicht verletzt wurde.

Da materiellrechtliche Grundsätze des BGB und das Verfahrensrecht der Zivilprozessordnung (ZPO) Eingang in fast alle Rechtsgebiete gefunden haben, stellt das Zivilrecht gewissermaßen das Fundament jeglichen juristischen Denkens und Arbeitens dar.

Einen "Fachanwalt für Zivilrecht" gibt es demzufolge nicht.

Es ist daher gerade auf diesem Rechtsgebiet gesondert darauf zu achten, seine Geschicke nicht in die Hände eines „Anfängers“ zu legen, sondern vielmehr einen erfahrenen und kompetenten Rechtsanwalt an seiner Seite zu wissen.